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Solarpark Deisenhausen

Ein Projekt der BayWa r.e.

Nordöstlich von Deisenhausen im Landkreis Günzburg und zur Verwaltungsgemeinschaft Krumbach gehörend, werden wir einen Solarpark mit Großspeicher errichten und betreiben. Der netzgekoppelte Speicher soll dazu beitragen, das Netz zu stabilisieren und Strom zwischenzuspeichern, wenn beispielsweise zur Mittagszeit ein Stromüberschuss im Netz herrscht. Damit wird vermieden, dass der Park abgeregelt werden muss und wertvoller, erneuerbarer Strom ungenutzt bleibt. 

Technische Information:

  • Leistung: 18,2 MWp
  • Erzeugte Strommenge: ca. 20 Millionen kWh
  • Leistung Batteriespeicher: 6,2 MW
  • Kapazität Batteriespeicher: 20,7 MWh 

Die erzeugte Strommenge des Solarparks Deisenhausen entspricht dem durchschnittlichen Energieverbrauch von etwa 5.412 durchschnittlichen deutschen Haushalten (durchschnittlicher Jahresverbrauch ca. 3.695 Kilowattstunden).

Quote

Es ist schön zu sehen, dass wir mit diesem innovativen Solarprojekt in der Gemeinde Deisenhausen unseren Beitrag zur Energiewende leisten können. Der Solarpark bietet uns als Gemeinde auch finanzielle Vorteile und die Möglichkeit, die Wertschöpfung vor Ort zu erhöhen.

Bernd Langbauer, Erster Bürgermeister der Gemeinde Deisenhausen

Gewinner Innovationsausschreibung: Solarpark mit Batteriespeicherung

18,2 MWp

Gesamtleistung

20 GWh

jährliche Stromproduktion. Das entspricht dem Strombedarf von 5.412 durchschnittlichen deutschen Haushalte.

6,2 MW / 20,7 MWh

Speicherleistung / Speicherkapazität

Planung

  • Standort
    • Nordwestlich von Krumbach (ca. 4 km Luftlinie) 
    • Gemarkung: Deisenhausen 
    • Höhe über NN: ~ 540 m 
    • landwirtschaftliche Fläche im ”landwirtschaftlich benachteiligten Gebiet“ und somit vergütungsfähig im Sinne des EEG 2023 und der bayerischen Länderöffnungsklausel 
    • Google Maps Link auf geplanten Solarpark Deisenhausen 


    Übersichtskarte Deisenhausen (Planungsstand Juli 2020)

  • Vorplanung

    Bei den Vorplanungen wurde bereits im Ansatz ganz bewusst darauf geachtet, dass sich die PV-Anlage gut in das Landschaftsbild integriert. So wurden größere Abstandsflächen zu den angrenzenden Wäldern auf der Nord- und der Südfläche eingeplant, die nun als Ausgleichsfläche genutzt werden. Dadurch kann der ökologische Nutzen maximiert werden. Auf der Südfläche werden Biotope (Totholzhaufen, Lesesteinhaufen, Wurzelstöcke) für Zauneidechsen, Mauswiesel oder Wildbienen erstellt. Außerdem wird eine Entwässerungsmulde auf der nördlichen Fläche wiederhergestellt. Sie hält bei Starkregenereignissen das Regenwasser auf und mildert die Ursache für starke Überschwemmungen, wie sie bereits im naheliegenden Ortsteil Nordhofen in der Vergangenheit auftraten.

  • Technische Daten
    • Jährlicher Ertrag: ca. 20.000 MWh 
    • Systemtyp: Metallgestell, Bodenrammung, Südausrichtung 
    • Nennleistung: 18,20 MWp 
    • Anzahl Module: ca. 35.000 
    • Anzahl Wechselrichter: ca. 70 
    • Fläche: 18.8 ha 
    • Speicherleistung Batterie: 6,2 MW 
    • Speicherkapazität Batterie: 20,7 MWh 

     

  • Systemdesign

    Systemdesign – ein Solarpark mit Batteriespeicher

    Der Solarpark Deisenhausen ist ein Kombi-PV-Projekt mit Batteriespeicherung. 

    Die Kombination aus PV-Anlage und Batterie ermöglicht es, (überschüssigen) Strom aus der Solaranlage zu speichern, z.B. zur Mittagszeit, wenn die Sonneneinstrahlung besonders stark ist. Bei Bedarf kann der Strom dann aus dem Speicher abgerufen und ins Netz eingespeist werden. Dadurch leisten Speicherlösungen in PV-Anlagen einen wichtigen Beitrag, um die Netzstabilität und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.  

    Die innovativen Hybrid-Lösungen für unsere Solarparks wurden zusammen mit führenden Industriepartnern entwickelt. 

    Die Inbetriebnahme des Batteriespeichers ist im November 2023 geplant

    Beispielhafte Netzeinspeisung eines Solarparks mit Batteriespeicher

  • Netzanschluss

    Der Netzanschluss erfolgt direkt am Umspannwerk Krumbach. Auf dem Grundstück der LEW Verteilnetz GmbH wird eine Übergabestation errichtet. Sie verknüpft die knapp zwei kilometerlange, unterirdische Kabeltrasse mit dem Umspannwerk.  

    Die Kabel sind entlang von öffentlichen Wegen und Ackergrenzen verlegt worden. Sie unterkreuzen die Bahngleise und die Bundesstraße B16. Der Bau der Kabeltrasse wurde naturschutzfachlich begleitet, um Störwirkungen auf geschützte Arten zu vermeiden. 

  • Lokale Wertschöpfung
    • Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren (Planungsbüro, Vermesser, Gutachter etc.)  
    • Pachtzahlungen für Standort- und Ausgleichsflächen, Kabel- und Wegegrundstücke  
    • Lokale Vergabe von Dienstleistungen (Grünpflege, Schafsbeweidung etc.) 

Zeitplan & Projektfortschritt

11. Juli 2020

Zeichnung der Pachtverträge für die Grundstücke des Solarparks

22. April 2021

Aufstellungsbeschluss Solarpark Deisenhausen

12. September 2022

Genehmigung des Bebauungsplans

07. November 2022

Baustart

04. Juli 2023

Inbetriebnahme der Solaranlage

26.02.2024

Inbetriebnahme des Batteriespeichers

Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt

Wir setzen uns aktiv dafür ein, unseren CO2-Abdruck zu reduzieren und Biodiversität zu fördern. Bei unseren Projekten sind diese Anforderungen ein wichtiger Bestandteil unserer Planungs- und Beschaffungsprozesse sowie bei der Installation und Realisierung unserer Projekte. 

Im Innovationssolarpark Deisenhausen sind folgende Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt vorgesehen: 

  • Lebensraum für Reptilien und Kleinsäuger

    In Randbereichen der Anlage sind zur Förderung der Artenvielfalt zusätzliche Lesesteinhaufen für Eidechsen sowie Totholzhaufen und Wurzelstöcke als Habitat für kleine Nagetiere geplant.  

  • Maßnahmen zum Erhalt der Feldlerche

    Die Feldlerche ist ein von intensiver Landwirtschaft und Flächenversiegelung gefährdeter Bodenbrüter. Um sie zu schützen, wurde in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Günzburg im Umfeld des Solarparks eine Fläche von etwa einem Hektar als Ausgleichsfläche geschaffen. Die Buntbrachenfläche dient der Feldlerche als Bruthabitat und kompensiert damit den Verlust der Flächen innerhalb des Solarparks. Die Kombination aus Ackerbrache und Blühstreifen wertet die Biodiversität der ehemals intensiv genutzten Ackerfläche deutlich auf. Es erhöht sich auf extensiv genutzten Flächen beispielsweise auch die Anzahl der Insekten, welche wiederum Nahrungsquelle vieler Brutvogelarten sind.

  • Mehrfachnutzung durch Schafbeweidung

    Die Fläche des Solarparks Deisenhausen wird während des Betriebs zur Schafbeweidung genutzt. Dafür wird im Solarpark Grünland als Maßnahme für den Landschaftsschutz entwickelt und die Fläche mit einer gebietsheimischen und standortgerechten Saat begrünt werden. Durch die Doppelnutzung der Fläche kann eine Düngung und der Einsatz von Herbiziden vermieden werden. Auch für den Schäfer und seine Schafe bietet die Fläche einige Vorteile: Der bereits installierte Zaun kann genutzt werden und die Schafe finden im Sommer ein kühles, schattiges Plätzchen unter den Photovoltaikmodulen. Die Aufgabe der Beweidung wurde regional und langfristig vergeben, um die Wertschöpfung lokal zu ermöglichen. 

    Schafbeweidung im BayWa r.e. Solarpark in Seifertshofen
  • Sichtschutz und Landschaftsintegration

    Der Solarpark Deisenhausen besteht aus zwei Flächen, jeder Parkteil wird eigens umzäunt sowie eingegrünt. Die verschiedenen Stauden und die Rankbepflanzung dienen dem Sichtschutz und der Landschaftsintegration an den Seiten, an denen der Park nicht von Wald begrenzt ist. 

    Landschaftsintegration im BayWa r.e. Solarpark Adelschlag

Biodiversität: Ein Gewinn für Mensch und Natur 

Solaranlagen fördern die Biodiversität, wie eine Studie des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) e. V. von 2019 zeigt. Deshalb haben wir in Zusammenarbeit mit dem bne und weiteren Unternehmen einen best-practice-Maßnahmenkatalog für die Planung und Umsetzung von PV-Freiflächenanlagen entwickelt und veröffentlicht: Gute Planung von PV-Freilandanlagen.

Darin haben wir uns verpflichtet, die Biodiversität in unseren Solarparks und deren Umgebung zu steigern, indem wir Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere schützen oder neu schaffen. 

Die positven Auswirkungen von gut geplanten PV-Freiflächenanlagen auf die Diversität der lokalen Flora und Fauna wurde durch eine von Biologen durchgeführte Artenzählung bestätigt. Sie fand im Juni 2021 im Rahmen des GEO-Tag der Natur statt.

Inhalt

    Aktuelles

    04. Juli 2023: Inbetriebnahme des Solarparks

    26. Februar 2024: Inbetriebnahme des Batteriespeichers

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