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Windpark Beckum

Ein Projekt von BayWa r.e.

Windpark Beckum 

BayWa r.e. Wind GmbH aus München plant den Bau des Windparks Beckum mit insgesamt 4 Windenergieanlagen (WEA), davon drei vom Typ Nordex N149 mit einer Leistung von jeweils 5,7 MW, eine Nabenhöhe von 125,4m bei einer Gesamthöhe von 199,9 m. Eine WEA ist vom Typ Nordex N133 mit einer Nabenhöhe von 110 m, einer Gesamthöhe von 176,6 m und mit 4,8 MW Generatorleistung. Der Windpark soll auf dem Gebiet der Stadt Beckum im Landkreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen entstehen. Er liegt zwischen der Ortschaft Neubeckum im Westen, der Stadt Ennigerloh im Nordwesten und der Stadt Oelde im Osten. Die Anlagen werden ca. 46.000 MWh grünen Strom im Jahr erzeugen – das entspricht dem jährlichen Strombedarf von über 15.000 Zwei-Personen-Haushalten. Das wiederum macht einen Anteil von ca. 6% aller Haushalte im Landkreis Warendorf aus.

  • Standort

    Der geplante Windpark befindet sich im Gebiet der Stadt Beckum, östlich des Stadtteils Vellern, im Landkreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen.     
    Durch den Windpark verläuft die Bundesautobahn (BAB) 2. Über eine nahe gelegene Ausfahrt der Autobahn soll auch die verkehrsmäßige Anbindung über bereits bestehende Wege in den Windpark erfolgen.

  • Projektplan

    Planung und Genehmigung

    Der Genehmigungsantrag für die vier Windenergieanlagen des Windparks Beckum wurde eingereicht. Diesem Prozess ging bisher eine ausgiebige und detaillierte Planungsphase voraus. Bei der Planung wurden insbesondere Abstandskriterien zu Siedlungen und Straßen eingehalten. Zudem wurde die Windpark-Optimierung unter Beachtung der Abstände der geplanten Windenergieanlagen untereinander sowie zu bestehenden Anlagen durchgeführt. 

    Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens nach BImSchG werden alle betroffenen Fachbehörden sowie Träger öffentlicher Belange beteiligt. Dieses Verfahren schließt zudem eine Öffentlichkeitsbeteiligung mit ein. 

  • Zeitplan

    Der Zeitplan ist von vielen Faktoren abhängig. Unser Ziel ist es, die Windenergieanlagen so schnell wie möglich ans Netz zu bringen. Zum jetzigen Stand gehen wir davon aus, dass im Sommer 2023 die Genehmigung für den Windpark erteilt wird. Mit dem EEG 2023 (Erneuerbare-Energien-Gesetz) wurden in Deutschland Ausschreibungen für Windenergieprojekte eingeführt. Im Anschluss an die Erteilung der Genehmigung werden wir für den Windpark Beckum an solch einer Ausschreibung teilnehmen. Die Errichtung ist für das vierte Quartal 2024 geplant. 

Windpark im Gebiet der Stadt Beckum 

Jede bauliche Errichtung stellt immer eine Veränderung der Natur und Landschaft dar. Es ist uns daher besonders wichtig, mit großer Sorgfalt vorzugehen und entsprechend sensibel mit der Tier- und Pflanzenwelt umzugehen.

  • Wofür wird die derzeitige Fläche genutzt? Ist die derzeitige Nutzung mit den Windanlagen kombinierbar?

    Derzeit werden die Flächen, auf dem die vier Windenergieanlagen errichtet werden sollen, landwirtschaftlich genutzt. Diese Nutzung wird auch nach dem Bau des Windparks weiterhin möglich sein. 

  • Sind die Windverhältnisse dort gut?

    Das Windparkareal ist durch stete Windverhältnisse in der geplanten Nabenhöhe von 125 m gekennzeichnet. Ein Wind- und Ertragsgutachten hat diese Erwartung bestätigt.

  • Warum ist der Bau eines Windparks dort sinnvoll?

    Im Regionalplan Münsterland (2015) wurden Windenergiebereiche ausgewiesen. Die Stadt Beckum hat zudem mit ihrer 16. Änderung des Flächennutzungsplans (2016) die Ausweisung von zusätzlichen Vorranggebieten für die Windenergienutzung beschlossen. In der ursprünglichen Planung der Stadt Beckum waren die vier jetzt geplanten Windenergieanlagenstandorte enthalten. Aufgrund geänderter Planungsabsichten der Stadt Beckum, wurde jedoch auf die Ausweisung von Vorranggebieten für die Windenergienutzung verzichtet. Nun gilt im Stadtgebiet Beckum der § 35 Abs. 1 Nr. 5 des Baugesetzbuchs (BauGB). Gemäß diesem ist die Errichtung von Windenergieanlagen im Außenbereich grundsätzlich privilegiert. Dies spricht dafür, dass die Stadt Beckum der aktuellen Windparkplanung positiv gegenübersteht. Bislang wurde kein neuer Plan für Nutzung durch Windenergie aufgestellt. 

    Darüber hinaus bietet sich der geplante Standort durch die Nähe zur Autobahn an. Denn laut Windenergieerlass des Landes Nordrhein-Westfalen soll die Errichtung von Windparks verstärkt entlang derartiger Infrastrukturtrassen in Betracht gezogen werden. Durch die hier vorhandenen Vorbelastungen kann eine Beeinträchtigung durch die geplanten Anlagen deutlich reduziert werden. Aufgrund der Lage der geplanten Anlagen nahe eines Bestandsparks, kann die Windenergienutzung hier zentral gebündelt werden. Um die genaue Wirkung der geplanten Anlagen festzustellen, werden diese Zusammenhänge im Rahmen des Genehmigungsantrags genau betrachtet und bewertet. 

  • Was wird getan, um bauliche Maßnahmen zu minimieren?

    Die Zufahrt erfolgt über bestehende Wirtschaftswege, die lediglich etwas ausgebaut werden müssen. Die Kranstellflächen wurden optimiert und die baulichen Maßnahmen auf das notwendige Ausmaß angepasst. Die Kabeltrasse führt zumeist in Banketten von bestehenden Wegen, sodass hier weitere Eingriffe in den Boden deutlich verringert werden können.

    Weitere Ausgleichmaßnahmen in unmittelbarer Umgebung

    Die notwendigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden derzeit von einem Umweltgutachter geprüft und im Genehmigungsverfahren festgelegt. Diese könnten etwa Maßnahmen zum Ausgleich der Rodung einzelner Bäume durch anschließende Wiederanpflanzung an anderer Stelle umfassen.

    Unsere Ausgleichmaßnahmen direkt im Windpark Beckum

    Eine Umweltbaubegleitung kontrolliert den Bau und stellt sicher, dass die naturschutzrechtlichen Auflagen eingehalten und die baulichen Maßnahmen auf ein Minimum begrenzt werden. Ein Großteil der Bauflächen wird lediglich temporär für die Bauphase errichtet und nach vollständiger Errichtung der Windenergieanlagen wieder zurückgebaut. Auch die großen Kurvenradien, die für die Transporte der langen Rotorblätter erforderlich sind, werden nach vollständiger Errichtung der Windenergieanlagen wieder entfernt. Für die Betriebsphase reicht eine einfache Zuwegung, sodass Servicefahrzeuge die Windenergieanlagen erreichen können.

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