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Windpark Gillersheim

Ein Projekt von BayWa r.e.

Windenergie in Niedersachsen

Das Land Niedersachsen ist mit mehr als 6.300 Anlagen bundesweit der Vorreiter für Windenergie in Deutschland und bezeichnet sich daher als Windenergieland Nummer 1.  Die Windenergie als wirtschaftlich bedeutsame Branche Niedersachsens schafft über 35.000 Arbeitsplätze. Mit einer installierten Leistung von 11.430 Megawatt Ende des Jahres 2020 werden umgerechnet 10 Millionen Zweipersonen-Haushalte mit grünem Strom versorgt. Mehr erfahren 

Der seit 2016 rechtskräftige Windenergieerlass Niedersachsens ist ein bedeutsames Instrument zum Ausbau der Windenergie. Dieser schafft die nötigen Rahmenbedingungen für einen sowohl wirtschaftlich als auch umwelt- und sozialverträglichen Ausbau. Die Fortschreibung des Windenergieerlasses soll den, seit 2018 stark eingebrochenen, Windenergieausbau erneut bekräftigen. Der im Juli 2020 veröffentlichte erste Entwurf wird gegenwärtig überarbeitet. Das übergeordnete Ziel stellt hierbei die Erreichung der Klimaschutzziele und die Umsetzung der Energiewende in Niedersachsen dar. Bis 2050 will Niedersachsen klimaneutral werden. Mehr erfahren 

  • Projektfläche

    Die Projektfläche befindet sich im Landkreis Northeim, angrenzend an den Landkreis Göttingen. Zwischen den Ortschaften Gillersheim, Lindau, Bilshausen und Bodensee erstreckt sich die ca. 330 ha große Fläche. Sie liegt auf einer Höhe von 155 m bis 205 m über NN.

    Auf dieser bereits im Jahr 2015 durch Nutzungsverträge gepachteten Fläche, plant die BayWa r.e. Wind GmbH aktuell mit 6 bis 8 Windenergieanlagen. Als herstellerunabhängig agierendes Unternehmen können wir flexibel und schnell auf Neuerungen hinsichtlich der Anlagentechnik reagieren, um eine bestmögliche Windertragsausbeute zu gewährleisten.

    Zur Minimierung räumlicher Eingriffe wird die Zuwegung des Gebiets bestmöglich über vorhandene Straßen und Wirtschaftswege realisiert.
    Die folgende Karte zeigt die Potenzialfläche innerhalb welcher, unter Beachtung erforderlicher Restriktionen, die Windenergieanlagen errichtet werden können. Die in Rot dargestellte Windparkfläche stellt die angenommene baurechtlich erforderliche Abstandsfläche dar.

    Übersichtskarte

  • Rechtliche Planungsgrundlage

    Potenzialfläche

    Der Landkreis Northeim stellt seit 2016 das regionale Raumordnungsprogramm neu auf. Im Herbst 2019 wurden sogenannte harte und weiche Tabuzonen für die Windenergie veröffentlicht, wonach die Windparkfläche Gillersheim Potenzial darstellt.

    Dies bestätigt der nun Ende November 2020 veröffentlichte erste Entwurf des RROP zum Teil der Windenergienutzung. Hierin sind alle Potenzialflächen unter Beachtung der Tabukriterien aufgeführt und weiterführend einzeln abgewogen.

    Die Projektfläche Gillersheim verbleibt auch nach dieser Abwägung nahezu vollständig (siehe folgende Karte) und stellt somit großes Potenzial für den Landkreis Northeim dar.

  • Abstandskriterien

    Um den verschiedenen Nutzungsansprüchen gerecht werden zu können, sind Mindestabstände beim Bau von Windenergieanlagen vorgeschrieben. Hierbei steht vor allem das Wohl der Bewohner der umliegenden Ortschaften im Vordergrund.

    Abgestimmt mit den Abstandskriterien des Landkreises Northeim wurden folgende Mindestabstände beim Ermitteln der Potenzialfläche berücksichtigt:

    • Abstand zur Siedlungsbebauung 1.000 m
    • Abstand zur Einzelhausbebauung 700 m
    • Abstand zu Gewerbegebieten 400 m
    • Abstand zu Wäldern 100 m
    • Abstand zu Autobahnen 40 m
    • Abstand zu Bundes-, Land-, und Kreisstraßen 20 m
  • Flächeneignung

    Windenergieanlagen auf Ackerflächen oder Feldern sind keine Seltenheit. Unsere jahrelange Erfahrung zeigt, dass sich eine landwirtschaftliche Nutzung gut mit der Nutzung von Windenergie vereinbaren lässt. Die aktuelle Nutzung der dortigen Flächen stellt demnach gute Bedingungen für den Bau von Windenergieanlagen dar.

    Die bisherigen Nutzungsarten werden, in Abstimmung mit den Grundstückseigentümern, beim Bau der Anlagen berücksichtigt, sodass die bisherige Nutzung fortwährend zu gewährleisten ist.

    Werden dazu die dortigen Windverhältnisse betrachtet, ist festzustellen, dass bei einer Höhe von 155 m bis 205 m über NN und angenommenen Turmhöhen von 125 m bis 165 m für die Windenergie gute Windverhältnisse vorherrschen, die für solide Erträge sorgen werden.

  • Natur- und Artenschutz

    Als Unternehmen mit einem grünen Geschäftsmodell liegt der BayWa r.e. besonders der Natur- und Artenschutz am Herzen. Da jede bauliche Errichtung eine Veränderung der Natur und Landschaft darstellt, ist es uns ein wichtiges Anliegen in Abstimmung mit der zuständigen Naturschutzbehörde entsprechend sensibel mit der Tier- und Pflanzenwelt umzugehen. Die naturschutzfachliche Voreinschätzung ergab keine Betroffenheit von Schutzgebieten. Die Mindestabstände zu den Schutzgebieten werden eingehalten.

    In einem Radius von 5.000 m um die Projektfläche werden wenige Schutzgebiete tangiert. Die nächstgelegenen Schutzgebiete sind folgende:

    • Landschaftsschutzgebiet „Unterreichsfeld“ im Osten der Projektfläche
    • Landschaftsschutzgebiet „Westerhöfer Bergland – Langfast“ ca. 1.000 m westlich der Projektfläche 
    • Das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet „Sieber, Oder, Rhume“ ca. 200 m nordwestlich der Projektfläche
    • Das Naturschutzgebiet „Rhumeaue/ Ellerniederung/ Gillersheimer Bachtal“ ca. 200 m nordwestlich der Projektfläche 

    Schutzgebiet

    Da die geplante Potenzialfläche außerhalb jeglicher Schutzgebiete liegt und ausreichend große Abstände aufweist, ist nicht von einer Beeinträchtigung dieser durch die Nutzung von Windenergie auszugehen.

    Im Landkreis Northeim herrscht ein hohes Vorkommen an windkraftsensiblen Vogelarten, welche auch im Planungsgebiet kartiert wurden. Fortwährende Kartierungen gemäß dem niedersächsischen Leitfaden finden seit dem Frühjahr 2021 statt und dienen als Vorbereitung für einen Genehmigungsantrag.

  • Genehmigungsverfahren

    Im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) werden alle betroffenen Fachbehörden sowie Träger öffentlicher Belange beteiligt. Vor der Einreichung eines Antrages auf Genehmigung ist die Erstellung umfangreicher Gutachten erforderlich.

    Unter anderem werden folgende Aspekte intensiv geprüft:

    • Schallschutz
    • Schutz vor Schattenwurf
    • Baugrund und Trinkwasser 
    • Arten- und Naturschutz
    • Landschaftsbild
    • Umweltverträglichkeitsprüfung 

    Außerdem schließt das BImSchG eine Öffentlichkeitsbeteiligung mit ein, bei dem jedem Bürger die Möglichkeit zur Abgabe einer Stellungnahme gegeben wird.

  • Zeitplan

    Aktuell befindet sich BayWa r.e. Wind GmbH im Dialog mit den Grundstückseigentümern. Bereits für etwa 90% der Windparkfläche sind Nutzungsverträge geschlossen worden. Umfängliche naturschutzfachliche Kartierungen finden seit Frühjahr 2021 statt.

Quote

Wir müssen mehr Tempo machen beim Ausbau der Windenergie, damit wir die Klimaschutzziele erreichen und die Energiewende umsetzen können. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunft der Windenergie in Niedersachsen und gehen hier im Einklang mit Natur- und Artenschutz unseren Niedersächsischen Klima-Weg zu mehr Windkraft und mehr nachhaltig erzeugtem Strom.

Umwelt- und Energieminister Olaf Lies

Windpark Gillersheim

BayWa r.e. erkannte bereits vor einigen Jahren das Potenzial östlich von Gillersheim im Landkreis Northeim, Niedersachsen, und pflegt seither erfolgreich den Kontakt zu den Landeigentümern. Ebenfalls wird seither wiederholt der Kontakt zum Landkreis Northeim bezüglich des Planungsrechts für das Windparkvorhaben Gillersheim aufgenommen.

Sprecherkreis Gillersheim & Berka 

Der Sprecherkreise Gillersheim und Berka führten gemeinsam im Jahr 2020 eine Ausschreibung durch, in wessen Rahmen mehrere Angebote von unterschiedlichen Projektentwicklern eingeholt wurden. Nach Sichtung dieser und erster Gespräche sprachen die Sprecherkreise ihr Vertrauen der BayWa r.e. Wind GmbH aus. Im Zuge der darauffolgenden Vertragsverhandlungen inklusive externer juristischer Prüfung wurden stets die Interessen der Landeigentümer gewahrt und umfängliche Beteiligungsmöglichkeiten zur Steigerung der Akzeptanz ausgearbeitet.

Wir danken dem Sprecherkreisen herzlich für das ausgesprochene Vertrauen und die stets offene sowie konstruktive Kommunikation. Dies ermöglichte es aus dem Windparkvorhaben Gillersheim ein umfängliches, transparentes und nachhaltiges Energieprojekt zu konstruieren, welches große Mehrwerte für die gesamte Region beinhaltet.

Regionale Wertschöpfung

Wir sprechen nicht nur über regionale Wertschöpfung, sondern setzen diese ganz konkret vor Ort um. Es ist uns in jedem Projekt ein besonderes Anliegen, dass die Bürger vor Ort sowie die lokale Wirtschaft teilhaben können und von dem Projekt profitieren.  Sei es in Form einer finanziellen Beteiligung am Windpark, regionalen Stromtarifen oder sonstigen Mehrwerten für die Region.  Wir möchten, dass ländliche Strukturen erhalten bleiben, gestärkt werden und nicht dadurch gefährdet werden, dass nur einige wenige vom Windpark profitieren. Über die weitere Entwicklung – die abhängig von der Entwicklung des Projektes ist – werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

Darüber hinaus versuchen wir alle Bauarbeiten und Dienstleistungen durch Unternehmen aus der Region durchführen zu lassen.

Testimonial Film

Unser Projektteam

  • Projektentwicklung

    Sascha Waldmann

    Meine Motivation für alternative Energien in dem Bereich der Projektentwicklung für Windenergie ist nicht nur eine berufliche, sondern auch eine persönliche Entscheidung.

    Mein früherer Werdegang fing bei der Braunkohle Wirtschaft an woraufhin die Autoindustrie folgte, in welcher ich speziell bei der Forschung mitwirkte. Hierbei sammelte ich über 18 Jahre Erfahrungen im Bereich der Projektentwicklung. 

    Mein Entschluss meine Erfahrungen und mein Studium für die Wind Branche einzusetzen, ist eine Entscheidung, die ich bewusst traft.

    Bei dieser Gelegenheit möchte ich den Leser daran erinnern, dass wir alle nur gemeinsam dem Klimawandel entgegenwirken können.

    Sarah Steinert

    Seit 2018 bin ich als Projektassistentin bei der BayWa r.e. Wind GmbH angestellt und unterstütze die Projektentwicklung insbesondere bei der Grundstückssicherung und Vertragsverhandlungen. Als gelernte Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte bringe ich ein gewisses juristisches Wissen mit und habe noch einmal einen anderen Blickwinkel auf die Umsetzung in der Projektentwicklung.

    Es macht mir sehr viel Freude in Teamarbeit an den Projekten zu arbeiten und diese voranzubringen und so auch beruflich meinen Beitrag zum Klimawandel beizutragen. 

    Ralf Thomsen

    Seit 2001 bin ich als Projektentwickler für die Windenergie tätig. Als gebürtiger Nordfriese und Insulaner bin ich mit der unerschöpflichen Kraft des Windes sehr vertraut und war bereits in meinem Elektrotechnik Studium mit den ersten großen Windenergieanlagen (Growian) befasst. So ist es heute für mich eine Passion, erneuerbare Energie zur Rettung unseres Klimas mit zu entwickeln.

    Seit 2005 bin ich bei der BayWa r.e. maßgeblich mit den Projekten Gillersheim, Berka und Steinberg im Landkreis Northeim betraut und bin sehr froh über die sehr wertvollen Verbindungen zu allen Landeigentümern und Planungsgremien. Mein persönlicher Antrieb und Anspruch ist, ein nachhaltiges Energieprojekt für die ganze Region mitzugestalten und lässt sich hier hervorragend mit allen Beteiligten gemeinsam umsetzen. Ich freue mich sehr auf die weiteren Gespräche und Fortschritte und stehe jederzeit für Fragen und Anregungen zu den Projekten zur Verfügung.

  • Akzeptanz und Bürgerbeteiligung

    Andreas Hornig

    Bereits seit 1997 bin ich im Bereich der erneuerbaren Energien tätig, zunächst 16 Jahre als niedergelassener Rechtsanwalt, dann in verschiedenen Positionen in größeren Unternehmen. Während dieser langen Zeit habe ich die Entwicklung der Windindustrie hin zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig miterleben und zum Teil auch -gestalten dürfen. Bei der BayWa r.e. bin ich seit 2019 für die Strukturierung von Bürger- und Gemeindebeteiligungen zuständig.

    Gute Projekte sind für mich solche, die nicht nur wirtschaftlich sind und günstigen und sauberen Strom produzieren, sondern die auch vor Ort von einer hohen Zustimmung getragen sind. Dafür ist es wichtig, dass die Bevölkerung von dem Windpark profitiert und vor allem die dörfliche Gemeinschaft nicht darunter leidet, die den ländlichen Raum ja gerade so sehr auszeichnet.

Was macht BayWa r.e. Wind GmbH?

Wir übernehmen keinen Auftrag, sondern die Verantwortung.

Als einer der führenden Entwickler von Windenergieprojekten in Deutschland wollen wir Energie neu denken und etwas bewegen. Mit unserem gebündelten Fachwissen packen wir an, damit aus Zukunftsvision Wirklichkeit wird. Dabei verbinden wir Dynamik und Flexibilität mit solider Wirtschaftskraft und finanzieller Stärke. Das bedeutet eine hohe Sicherheit für unsere Partner und ermöglicht ein zügiges Umsetzen von Projekten. Unsere bereits 30-jährige Markterfahrung, kombiniert mit Verlässlichkeit und Kreativität bei der individuellen Erarbeitung von Lösungen, sind der Garant für unseren gemeinsamen Erfolg.

Unser Kerngeschäft ist das Projektgeschäft. Gemeinsam mit unseren Schwesterunternehmen innerhalb der BayWa r.e. Gruppe decken wir den gesamten Lebenszyklus eines Windparks ab: von der Standortidentifizierung und Planung auf der „grünen Wiese“ bis zur Wartung von Rotorblättern und dem möglichen Weiterbetrieb eines Windparks.

Wir sind selbst Teil der RE 100 Initiative. Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind für uns gelebte Praxis wie auch die Schaffung von Mehrwert vor Ort durch unsere Projekte.

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