Windpark Hauzenberg

Ein Projekt der BayWa r.e. renewable energy GmbH

Windenergie in Bayern

An der bayerischen Bruttostromerzeugung hatte die Kernenergie 2017 einen Anteil von etwa 37 %, der für eine gesicherte Energieversorgung durch regenerative Energieformen ersetzt werden muss (Bayerisches Landesamt für Statistik (2018), Berechnungen des Bayerischen Landesamtes für Umwelt). In Bayern ernten aktuell etwa 1153 installierte Windenergieanlagen Wind für rund 3,2 Milliarden Kilowattstunden ( = 900.000 Haushalte) pro Jahr – ein Anteil von 4% an der heimischen Stromerzeugung. Das Bayerische Energieprogramm sieht vor, bis 2025 70% der Bruttostromerzeugung in Bayern aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen, wovon die Windenergie einen Anteil von 5-6% decken soll. Windenergie ist auch deshalb so attraktiv, da sie im Vergleich zu Photovoltaik- und Biomasseanlagen den größten Stromertrag pro Quadratmeter beanspruchter Fläche erzielt. Der Strom aus den modernen Windkraftwerken kostet nur 5,5 bis 7 Cent pro kWh und macht Windenergie damit preiswert ohne versteckte Kosten. Gerade der bayerische Wald bietet mit seinen exponierten Höhenlagen gute Voraussetzungen, um mit Hilfe technisch moderner Anlagen gute Stromerträge zu erwirtschaften. Übrigens: Die Wind-Branche stellte 2016 fast 13.000 Arbeitsplätze in Bayern.
 

Mehr erfahren: Landesverband Bayern (Bundesverband Windenergie) 
Weitere Informationen finden Sie hier: Windenergie in Bayern (Landesamt für Umwelt Bayern) 

Der Landkreis Passau hat sich der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN) angeschlossen und ist damit Vorreiter in Deutschland und erster Landkreis bayernweit. Als Leuchtturmprojekt einer global nachhaltigen Region sollen mittels einer Nachhaltigkeitsstrategie sechs der insgesamt 17 Ziele aus der Agenda umgesetzt werden.

Mehr erfahren: Nachhaltigkeitsstrategie Landkreis Passau (Landkreis Passau) 
Der Energiemonitor der Bayernwerk AG zeigt, dass die Stadt Hauzenberg ihren Strombedarf lediglich zu einen Anteil von 44 Prozent mit erneuerbaren Energien deckt. Mehr erfahren (Passauer Neue Presse)

Standort

Der geplante Windpark soll innerhalb der ausgewiesenen Konzentrationszone 03 des rechtskräftigen Flächennutzungsplans aus dem Jahr 2014 der Stadt Hauzenberg entstehen.

Die auf einer bewaldeten Anhöhe gelegene Vorhabenfläche befindet sich in privatem Eigentum. Die für die Windenergienutzung benötigten Flächen werden von den jeweiligen Eigentümern für mind. 20 Jahre gepachtet. Das Projektgebiet wird forstwirtschaftlich genutzt, der überwiegende Anteil der Fläche besteht aus Nadelgehölzen.
 

Übersichtskarte

Projektplan

Zurzeit (Stand 07-2019) befindet sich das Vorhaben in einem sehr frühen Planungsstadium, es können dennoch Aussagen zu den geplanten Windenergieanlagen getätigt werden:

  • Geplant sind 4 moderne Windenergieanlagen, die speziell für die Anforderungen im Binnenland konzipiert wurden
  • Die Nabenhöhe bei diesem Anlagentyp beträgt etwa 160 m, der Rotordurchmesser etwa 150 m
  • Die Leistung des Generators liegt zwischen 5 und 6 MW
  • Ein möglicher Netzverknüpfungspunkt ist das Umspannwerk „Eben“

Eine Festlegung auf einen konkreten Anlagenhersteller wird zu einem späteren Zeitpunkt getroffen.

Sind die Windverhältnisse dort gut?

Die Kenntnisse über die Windverhältnisse am Standort Hauzenberg beruhen auf:

  • dem aktuellen bayerischen Windatlas
  • überregionalen Windstatistiken der örtlichen Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD)
  • Betriebsdaten bestehender WEA in Standortnähe
  • Berechnungen der Fachabteilung der BayWa r.e. Wind GmbH
  • einer Berechnung eines unabhängigen und zertifizierten Gutachters (anemos GmbH)

Wir gehen davon aus, dass mit den 4 Windenergieanlagen insgesamt rund 10.000 3-Personenhaushalte versorgt werden können. 

Planung und Genehmigung

Im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) werden alle betroffenen Fachbehörden sowie Träger öffentlicher Belange beteiligt. Vor der Einreichung eines Antrages auf Genehmigung ist die Erstellung umfangreicher Gutachten erforderlich. U.a. werden in den Gutachten folgende Aspekte intensiv geprüft:

  • Schallschutz
  • Schutz vor Schattenwurf
  • Baugrund und Trinkwasser
  • Arten- und Naturschutz
  • Landschaftsbild
  • Auswirkungen auf Menschen und Natur (Umweltverträglichkeitsprüfung)

Das Verfahren nach BImSchG schließt zudem eine Öffentlichkeitsbeteiligung mit ein, bei der jedem Bürger die Möglichkeit zur Abgabe einer Stellungnahme gegeben wird.
 

Ausgleichsmaßnahmen

Laut Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ist der Verursacher bei Eingriffen in die Natur und Landschaft dazu verpflichtet, unvermeidbare Beeinträchtigungen durch Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auszugleichen (Ausgleichsmaßnahmen) oder zu ersetzen (Ersatzmaßnahmen).

Um diese Eingriffe auszugleichen, stimmen wir uns sehr eng mit den Behörden und Kommunen sowie den Grundstückseigentümern vor Ort ab, um geeignete Maßnahmen zu finden und diese umzusetzen.

Testimonial Film

Unser Windpark Obernwohlde in Schleswig-Holstein.
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