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Windpark Jembke

Ein Projekt von BayWa r.e.

Mit insgesamt drei Windenergieanlagen wird der Windpark Jembke direkt an den Windpark Boldecker Land angrenzen, welcher bereits elf Bestandsanlagen umfasst. Die neuen Anlagen werden westlich vom bestehenden Windpark errichtet und somit auf Flächen der Gemeinden Jembke und Barwedel stehen. Aufgrund der geplanten Autobahn A39 und den bautechnischen und straßenrechtlichen Bestimmungen, wird die nördliche Anlage einen höheren Turm aber geringeren Rotordurchmesser haben als die zwei südlichen Anlagen.

Bei der nördlichsten WEA handelt es sich um eine N-131 mit einer Nabenhöhe von 134 m, einer Leistung von 3,9 MW und einer Gesamthöhe von 199,5 m. Die in der Mitte und im Süden gelegenen Anlagen sind zwei N-149 mit einer Nabenhöhe von 125 m, einer Leistung von jeweils 5,7 MW und einer Gesamthöhe von 199,9 m. Die Anlagen werden ca. 32.000 MWh grünen Strom im Jahr erzeugen – das entspricht dem jährlichen Strombedarf von über 10.200 Haushalten.

Die Bauarbeiten sind mittlerweile angelaufen. Hier erhalten Sie einen Überblick über die einzelnen Bauabschnitte und den voraussichtlichen Zeitplan:

Zeitplan Windpark Jembke

Erhalt BImSchG-Genehmigung

Nach langer Planungsphase und Einreichung des Genehmigungsantrags im Sommer 2022, wurde rund ein Jahr später die Genehmigung für das Bauvorhaben erteilt.

Teilnahme an EEG-Ausschreibung

Um die Finanzierung des Windparks zu sichern, ist eine Teilnahme an den Auktionen der Bundesnetzagentur erforderlich. Mit Erhalt des Zuschlags im Dezember 2023 konnte die konkrete Bauvorbereitung starten.

Baustart

Im April wurde mit den Vorbereitungen des Wegebaus und der Errichtung eines Reptilienschutzzauns gestartet.

Bau der Fundamente

Nach Ende der vorbereitenden Maßnahmen werden die Fundamente für die Windenergieanlagen errichtet. In diesem Bauabschnitt ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

Anlieferung Großkomponenten

Die Anlieferung der Turmteile, sowie der Gondel und Rotorblätter erfolgt mit Schwertransporten in mehreren Abschnitten. Hier kann es phasenweise zu vorübergehenden Einschränkungen im Straßenverkehr kommen.

Errichtung der Windenergieanlagen

Zunächst werden die Türme errichtet, dann die Gondel (das Maschinenhaus) installiert und zu guter Letzt werden die Rotorblätter montiert.

Inbetriebnahme

Mit dem Anschluss ans Stromnetz werden die Windenergieanlagen in Betrieb genommen und liefern künftig sauberen Grünstrom.

  • Planungsrechtliche Einordnung des Windparks

    Um im Zuge der Windparkplanung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung Rechnung zu tragen, hat die Samtgemeinde Boldecker Land das Windeignungsgebiet in der 19. Flächennutzungsplanänderung ausgewiesen.

  • Standort

    Die Windenergieanlagen sollen auf den Flächen der Gemeinde Jembke und der Gemeinde Barwedel der Samtgemeinde Boldecker Land im Landkreis Gifhorn errichtet werden. Durch den Verlauf der geplanten Autobahn A39 ist die Gesamtfläche des Windeignungsgebietes in Nord/Süd Richtung räumlich getrennt.

    Die Vorhabenfläche wird derzeit intensiv als Acker- und Grünlandfläche genutzt und kann auch nach dem Bau des Windparks weiter landwirtschaftlich genutzt werden. Umgebende Raumnutzungen sind überwiegend Äcker, kleine Wälder und Grünland sowie gewerbliche Nutzung und Wohnnutzung, geprägt von eher dörflicher Struktur.

    Übersichtskarte

  • Planung und Genehmigung

    Seit dem Sommer 2023 liegen die Genehmigungen für den Bau des Windparks vor.

    Die Planung des Windparks Jembke blickt auf eine lange Historie zurück. Die Genehmigungsanträge wurden laufend aktualisiert, da durch das acht Jahre andauernde Aufstellungsverfahren des regionalen Raumordnungsprogrammes immer die neuesten gesetzlichen Regelwerke zu berücksichtigen waren. Zudem gab es Anpassungen bezüglich der lieferbaren Windenergieanlagentypen.

    Diesem Prozess ging eine ausgiebige und detaillierte Planungsphase voraus. Dabei wurden insbesondere die Abstandskriterien zur nächsten Bebauung und den umliegenden Ortschaften Bokensdorf, Jembke und Barwedel berücksichtigt. Bedingt durch die Nähe zur geplanten Autobahn A39 und den bautechnischen- und straßenrechtlichen Bestimmungen ist die nördliche Windenergieanlage (WEA) kleiner im Rotordurchmesser und niedriger in der Gesamthöhe als die zwei südlichen WEA.

    Zusätzlich bewertet ein Eisfallgutachten für die nördliche Windenergieanlage die möglichen Auswirkungen auf den zukünftigen Autobahnbetrieb.

    Übersichtsplan

  • Netzanbindung

    Die Kabel für die Netzanbindung an das öffentliche Stromnetz werden unterirdisch verlegt. Der durch die WEA erzeugte Strom wird in das Hochspannungsnetz des Netzbetreibers LSW Netz GmbH & Co. KG eingespeist.

Windpark auf Flächen der Gemeinde Jembke und der Gemeinde Barwedel

Jede bauliche Errichtung stellt immer eine Veränderung der Natur und Landschaft dar. Es ist uns daher schon im Zuge der Projektplanung besonders wichtig, mit großer Sorgfalt vorzugehen und entsprechend sensibel mit der Tier- und Pflanzenwelt umzugehen.

  • Wofür wird die Fläche derzeit genutzt? Ist die derzeitige Nutzung mit den Windanlagen kombinierbar?

    Derzeit werden die Flächen, auf dem die drei Windenergieanlagen errichtet werden sollen, landwirtschaftlich genutzt. Diese Nutzung wird auch nach dem Bau des Windparks weiterhin möglich sein.

  • Sind die Windverhältnisse dort gut?

    Nach der Windpotenzialstudie für den Großraum Braunschweig sind in der Potenzialfläche ausreichende Windgeschwindigkeiten für den wirtschaftlichen Betrieb Windenergieanlagen vorhanden.

  • Warum wird der Bau eines Windparks gerade dort als sinnvoll erachtet?

    Der Ausbau der Windenergienutzung sollte mit der Änderung des RROP möglichst effizient durch Repowering und die Neuausweisung von Standorten für die Windenergienutzung umgesetzt werden. Raumbedeutsame Windenergieanlagen (WEA) sollten dem Grundsatz der „dezentralen Konzentration“ nach auf geeignete – möglichst umwelt- und sozialverträgliche – Standorte konzentriert gebündelt werden.

  • Was wird getan, um bauliche Maßnahmen zu minimieren?

    Durch den Bau und Betrieb der Windenergieanlagen (WEA) entstehen bau-, anlage- und betriebsbedingte Beeinträchtigungen von Naturhaushalt, Boden und Landschaftsbild, welche ausgeglichen werden müssen. Um solche Beeinträchtigungen möglichst bereits im Vorfeld zu minimieren, werden verschiedene Vermeidungsmaßnahmen getroffen, beispielsweise durch:

    • die Optimierung der erforderlichen Erschließung durch Nutzung bereits bestehender Wege
    • keine erhebliche Beschädigung oder Zerstörung bedeutsamer Habitatstrukturen (Knicks / Feldhecken) durch die WEA-Standorte und Einhalten von größtmöglichen Abständen zu solchen Strukturen
    • Flächenversiegelungen werden so weit wie möglich räumlich begrenzt und temporärere Lager- und Montageflächen nach Abschluss der Bauarbeiten wieder rückgängig gemacht

    Eine Umweltbaubegleitung kontrolliert den Bau und stellt sicher, dass die naturschutzrechtlichen Auflagen eingehalten und bauliche Maßnahmen auf ein Minimum begrenzt werden. Ein Großteil der Bauflächen wird lediglich temporär für die Bauphase errichtet und nach vollständiger Errichtung der WEA wieder zurückgebaut. Auch die großen Kurvenradien, die für die Transporte der langen Rotorblätter erforderlich sind, werden nach vollständiger Errichtung der WEA wieder entfernt. Für die Betriebsphase reicht eine einfache Zuwegung, sodass Servicefahrzeuge die WEA erreichen können.

  • Was wird im Hinblick auf weitere Ausgleichsmaßnahmen in unmittelbarer Umgebung unternommen?

    Die Größe der Ausgleichsfläche für Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes, des Bodens und des Landschaftsbildes werden im Landschaftspflegerischen Begleitplan durch Umweltgutachter bewertet. Zum Ausgleich und Ersatz der nicht vermeidbaren Umweltauswirkungen des Vorhabens sind geeignete Maßnahmen durchzuführen.

    Ziele der Kompensation sind insbesondere: Verbesserung der Habitatbedingungen für Vögel und Fledermäuse abseits der geplanten und bestehenden Windkraftanlagen.

    Dies erfolgt z.B. durch Gehölzanpflanzungen, Umwandung von Acker- in Grünland und ähnliche Maßnahmen. Eine Attraktivitätssteigerung des unmittelbaren Windparkgeländes und damit eine Erhöhung des Kollisionsrisikos für solche Lebensräume nutzenden, Vogel- und Fledermausarten wird dadurch bewusst vermieden.

    Weitere konkrete Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden mit den Niedersächsischen Landesforsten umgesetzt. Durch die Aufgabe der Nutzung geeigneter Flächen entstehen Naturwaldflächen, auf denen eine ungestörte Bodenentwicklung ermöglicht wird. Diese Maßnahmen sind bereits vertraglich gesichert.

    In der Umsetzung befindet sich schon jetzt eine Maßnahme zur Aufwertung des Zauneidechsenlebensraumes, die durch die Anpflanzung von heimischen Obstbäumen im Herbst ergänzt wird.

Auswirkungen vor Ort

  • Schallemissionen

    Grundlage für die Zulässigkeit von Schallpegeln ist für Windenergieanlagen die sogenannte „Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm“, kurz TA-Lärm. Die TA-Lärm definiert je nach Gebiet einen bestimmten Lautstärkepegel (Immissionsrichtwert), der am Tag und in der Nacht nicht überschritten werden darf.

    Die Einhaltung der jeweiligen Immissionsrichtwerte wurde durch unabhängige Schallgutachten bestätigt, wobei der vorhandene Bestandspark als Vorbelastung mit berücksichtigt wurde.
    Um die Auswirkungen gering zu halten, werden die neuen Windkraftanlagen nachts in einem schallreduzierten Modus mit geringerer Leistung betrieben.

    Schallemissionen im Vergleich

  • Schattenwurf

    Für Windenergieanlagen gelten für Schattenwurf strenge Grenzwerte. An einem Immissionsort (Wohnhaus) dürfen

    • täglich nicht mehr als 30 Minuten und
    • jährlich nicht mehr als 30 Stunden

    Schattenwurf entstehen.

    Wird einer dieser Grenzwerte erreicht, schaltet die WEA automatisch ab.

  • Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung

    Unter einer Bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung wird verstanden, dass die Nachtkennzeichnung / Befeuerung der Windenergieanlagen lediglich angeschaltet wird, wenn sich ein Flugzeug dem Windpark nähert. Erst bei Annäherung eines Flugzeuges schaltet das System die Nachtkennzeichnung / Befeuerung ein, sonst bleibt die Nachtkennzeichnung / Befeuerung aus.

    Für den Windpark Jembke werden wir ein entsprechendes System einsetzen.

Inhalt

    Am 21.05.2022 fand eine Infoveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger statt

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