Windpark Sien

Ein Projekt der BayWa r.e. renewable energy GmbH.

Windenergie in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz plant bis zum Jahr 2030 seinen Stromverbrauch bilanziell zu ca. zwei Dritteln aus Erneuerbaren Energien zu decken. Die wesentlichen Anteile an der regenerativen Stromerzeugung in 2030 sollen auf die Windkraft zu ca. zwei Drittel und die Photovoltaik zu ca. einem Viertel entfallen. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft wird mit ca. fünf Prozent zur Deckung des Strombedarfs des Landes beitragen. Biomasse kann einen wichtigen Beitrag zur Bereitstellung von Ausgleichs- und Regelenergie leisten. Wesentliche Beiträge der tiefen Geothermie zur regenerativen Stromversorgung werden nicht vor 2030 erwartet. Mehr erfahren.

Windpark Sien

BayWa r.e. hat Anfang 2016 die Projektrechte für den Windpark Sien erworben.
Wir werden das Projekt, für das die notwendige Genehmigung und ein Zuschlag aus der Ausschreibung für Windenergie an Land der Bundesnetzagentur bereits vorliegen, nun fortführen. Im Windpark Sien werden zwei Windenergieanlagen des Typs Vestas V136 errichtet. Die Anlagen mit einer Nabenhöhe von 149 Metern werden pro Jahr rund 16.000 MWh grünen Strom produzieren – das entspricht dem jährlichen Strombedarf von rund 5.000 2-Personen-Haushalten. 

Standort

Der Windpark Sien befindet sich im rheinland-pfälzischen Landkreis Birkenfeld in der Verbandsgemeinde Herrstein nordöstlich des Truppenübungsplatzes Baumholder. Es handelt sich um zwei Standorte in Waldrandlage, die sich in einem ausgewiesenen Vorranggebiet für Windenergie gemäß regionalem Raumordnungsplan Rheinhessen-Nahe (ROP 2014, genehmigt in 2016) befinden. 

Die beiden Anlagenstandorte liegen östlich der Bundesstraße B270 am Rothenberg zwischen den Ortschaften Sien im Nordwesten, Hoppstädten im Nordosten und Langweiler im Süden. Der Abstand zu den Ortschaften beträgt zu Sien ca. 1,2 km, zu Hoppstädten ca. 1,0 km und zu Langweiler ca. 1,5 km. Der Wanderweg „Siener Wind“ verläuft in ca. 500 m Entfernung.

Übersichtskarte

Planung und Genehmigung

Der Realisierungsphase des Windparks ging eine ausgiebige und detaillierte Planungs- und Genehmigungsphase voraus. Da eine ältere Planung mit fünf Windradstandorten insbesondere aus militärischen Gründen keine Aussicht auf Erfolg hatte, wurde auf zwei Standorte umgeplant. Gutachter aus verschiedensten Fachbereichen prüften das Projekt vorab auf Umsetzbarkeit, bevor das eigentliche Genehmigungsverfahren angestoßen wurde. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) wurden dann alle betroffenen Fachbehörden sowie Träger öffentlicher Belange beteiligt und nahmen ihre Prüfung und Beurteilung vor. Ende 2016 wurde die Genehmigung zum Bau der beiden Standorte erteilt. 

Detaillierte Planung und umfassende Gutachten sind Voraussetzung

Als elementarer Bestandteil wurden sämtliche umwelt- und artenschutzrechtlichen Belange durch externe Gutachter untersucht sowie Kompensationsmaßnahmen zugunsten des Landschaftsbildes und des Artenschutzes, aber auch zum Ausgleich des waldrechtlichen Eingriffs festgelegt. Weiterhin wurden umfassende Schall- und Schattenwurfprognosen erstellt, um die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte für Schall- und Schattenemissionen an allen relevanten Immissionsorten in der Umgebung sicherzustellen.

Im weiteren Verlauf wird das Projekt von unserem Regionalbüro in Mainz betreut

Zeitplan

Unser aktueller Zeitplan sieht folgende Maßnahmen vor:

Juni/Juli 

  • Kabelverlegung in den Wegen (zunächst nur im Windpark)
  • Wegebau
  • Herstellung der Montagefläche und Kranstellfläche

August/September

  • Herstellung der Montagefläche und Kranstellfläche
  • Fundamentarbeiten
  • Kabelverlegung

Oktober

  • Fundamentarbeiten
  • Kabelverlegung

November

  • Anlieferung Windenergieanlagen-Teile
  • Vormontage

Ende Dezember

  • Windenergieanlagen-Montage
  • geplante Inbetriebnahme 

Windpark im Gebiet der Gemeinde Sien

Jede bauliche Errichtung stellt einen Eingriff in die Natur und Landschaft dar. Es ist uns daher besonders an Waldstandorten wichtig, mit großer Sorgfalt vorzugehen und entsprechend sensibel mit der Tier- und Pflanzenwelt umzugehen.

Wofür wird die derzeitige Fläche genutzt? Ist die derzeitige Nutzung mit den Windanlagen kombinierbar?

Derzeit wird das Gebiet, auf dem der Windpark errichtet wird, sowohl forstwirtschaftlich als auch zur Wildjagd genutzt. Dieses wird auch nach dem Bau des Windparks weiterhin möglich sein.

Sind die Windverhältnisse dort gut?

Nicht ohne Grund spricht man vor Ort vom „Siener Wind“, der rund um den Galgenberg stetig pfeift. Die beiden Windradstandorte am benachbarten Rothenberg liegen mit ca. 385 m Höhe über NN zwar etwa 15 m niedriger als die Panoramahütte auf dem Galgenberg, mit ihrer Turmhöhe von 149 m erreichen die Windräder jedoch eine Höhe mit steten Windverhältnissen, die solide Winderträge aufweisen.

Warum ist der Bau eines Windparks dort sinnvoll?

Die beiden Windradstandorte liegen in einem Vorranggebiet für Windenergie gemäß regionalem Raumordnungsplan Rheinhessen-Nahe (ROP 2014, genehmigt 2016). Nach Jahren der Planung erhält diese Flächenausweisung nun ihre Zweckbestimmung. Zudem setzt sich die Ortsgemeinde Sien seit vielen Jahren für den Ausbau lokaler Erneuerbarer Energie ein und kann durch die beiden Windenergieanlagen bilanziell die Ortsgemeinde selbst und die umliegenden Ortsgemeinden mit Strom versorgen.

Was wird getan, um den Eingriff möglichst gering zu halten? 

Die Zufahrt erfolgt über bestehende Wirtschaftswege, die lediglich etwas ausgebaut werden. Die Kranstellflächen wurden optimiert und dadurch der Eingriff in den Wald deutlich verringert. Die Kabeltrasse führt zumeist in Banketten von bestehenden Wegen.

Weitere Ausgleichmaßnahmen in unmittelbarer Umgebung

Durch zwei Ausgleichsmaßnahmen im Gemeindewald von Sien werden die Eingriffe für den Arten- und Biotopschutz ausgeglichen. Bei der ersten Maßnahme wird eine Waldfläche von ca. 1,3 ha aus der wirtschaftlichen Nutzung genommen und der Natur überlassen. Bei der zweiten Maßnahme wird eine Waldfläche von ca. 0,4 ha waldbaulich durch Ergänzungspflanzungen von standortangepassten Laubbaumarten aufgewertet.

Umweltgutachterbüro begleitet Bauphase

Eine Umweltbaubegleitung kontrolliert den Bau und stellt sicher, dass die naturschutzrechtlichen Auflagen eingehalten werden und der Eingriff auf das Minimum begrenzt wird. Ein Großteil der Bauflächen wird zudem lediglich temporär für die Bauphase errichtet und nach vollständiger Errichtung der Windenergieanlagen wieder zurückgebaut. Auch die großen Kurvenradien, die für die Transporte der langen Rotorblätter erforderlich sind, werden nach vollständiger Errichtung der Windenergieanlagen wieder entfernt. Für die Betriebsphase reicht eine normale Zuwegung, sodass Servicefahrzeuge die Windenergieanlagen erreichen können. 

Testimonial Film

Unser Windpark Obernwohlde in Schleswig-Holstein.
Inhalt
    Kontakt
    Jan Gombault
    Projektentwickler
    BayWa r.e. Wind GmbH
    Felix Gmelin
    Ansprechpartner Presse
    BayWa r.e. renewable energy GmbH
    Nach oben