Windpark Spechenwald

Ein Projekt der BayWa r.e. renewable energy GmbH

Windenergie im Saarland

Erneuerbare Energien sollen bis zum Jahr 2020 auf rund 600 MW Leistung erhöht werden und somit einen Anteil von 20 Prozent am Stromverbrauch im Saarland haben. Dies wurde im Koalitionsvertrag der Landesregierung festgelegt. Nach Angaben des Bundesverband WindEnergie produzierten 141 Windenergieanlagen bis Mitte 2016 eine Windenergieleistung von 283 Megawatt. Bislang belegt das Saarland im Bundesländervergleich im Hinblick auf Erneuerbare Energie einen der letzten Ränge und es wurden weniger als 0,5 Prozent des Saarlands als potentiell geeignete Windgebiete ausgewiesen. Das Windpotenzial ist aber laut Experten des saarländischen Energiebeirates vor allem in den Höhenlagen vorhanden, da dort brauchbare Windgeschwindigkeiten ab 6 m/s herrschen. Darüber hinaus ist es aufgrund des Netzausbaus von großer Bedeutung, dass Windkraftanlagen deutschlandweit errichtet werden, um den Verbrauchsschwerpunkten wie beispielsweise der Industrie möglichst nahe zu sein. Mehr erfahren

Windpark Spechenwald

BayWa r.e. hat die Projektrechte für den Windpark Spechenwald von einem regionalen Projektentwickler übernommen.
Wir haben das Projekt, für das bereits alle notwendigen Genehmigungen vorlagen, nun umgesetzt und alle Windenergieanlagen am 25.09.2018 erfolgreich in Betrieb genommen. Im Windpark Spechenwald wurden drei Windenergieanlagen des Typs Nordex N131 errichtet. Die Anlagen mit einer Nabenhöhe von 134 Metern und einer Nennleistung von je 3 MW, werden pro Jahr rund 24.000 MWh grünen Strom produzieren – das entspricht dem jährlichen Strombedarf von rund 7.500 2-Personen-Haushalten.

Standort

Der Windpark wird im Saarland im Landkreis Saarlouis (Saar-Nahe-Bergland ) innerhalb der Konzentrationszone „Großer Spechenwald“ des Teilflächennutzungsplans „Windenergie“ der Stadt Lebach erbaut.

Übersichtskarte

Projektplan

Für die Realisierung des Windparks bedarf es einer ausgiebigen und detaillierten Planung, Erteilung von Gutachten mit vielen einzelnen Schritten. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) wurden alle betroffenen Fachbehörden zu den einzelnen, zu prüfenden Belangen befragt und um Abgabe einer Stellungnahme aufgefordert. Hierzu gehörten unter anderem die Natur- und Umweltbehörden, die Wasserschutzbehörde, die Immissionsschutzbehörde, die Landwirtschaftskammer, das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, das Wirtschaftsministerium, das Oberbergamt des Saarlandes, die Bundeswehr, das Innenministerium oder auch das Ministerium für Bildung und Kultur.

Detaillierte Planung und sorgfältige Gutachten sind Vorraussetzung

Als elementarer Bestandteil wurden sämtliche umwelt- und artenschutzrechtliche Belange durch unabhängige Gutachter abgearbeitet und geprüft sowie umfangreiche Kompensationsmaßnahmen zugunsten des Landschaftsbildes und des Artenschutzes, aber auch zum Ausgleich des waldrechtlichen Eingriffs festgelegt. Weiterhin wurden weitreichende Schall- und Schattenwurfprognosen angestellt, um die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte für Schall- und Schattenemissionen an allen relevanten Immissionsorten sicherzustellen.

Im weiteren Verlauf wird das Projekt von unserem Regionalbüro in Mainz betreut.

Übersichtsplan

Zeitplan

Anfang Januar hat bereits ein Baueinweisungstermin mit Vertretern der Naturschutzbehörde, dem Rodungsunternehmen und der sogenannten ökologischen Baubegleitung stattgefunden, an dessen Anschluss das Baufeld auf relevante Vorkommen untersucht wurde. Gemäß Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) konnten keine relevanten Vorkommen ermittelt werden, sodass die Rodungsarbeiten in KW 3 beginnen konnten.

Bauablauf

Nach Ende der Frostperiode wird die Infrastruktur des Windparks errichtet. Dies beinhaltet den Wegebau, Kabelverlegearbeiten sowie die Vorbereitung der Kranstellflächen. Die Aushubarbeiten für die Fundamente werden im Anschluss, voraussichtlich im Juni dieses Jahres, beginnen. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden alle drei Windenergieanlagen Ende 2018 in Betrieb gehen. Die ökologische Baubegleitung wird in unserem Auftrag den gesamten Bauablauf begleiten, die Einhaltung der naturschutzfachlichen Genehmigungsauflagen dokumentieren und für die fachgerechte Durch- bzw. Ausführung der Kompensationsmaßnahmen sorgen.

Unser aktueller Zeitplan sieht folgende Maßnahmen vor:

  • KW 3 - KW 9: Rodungsarbeiten

  • KW 12-KW 20: Bau der Zuwegung, Stellfläche und Aushub für Fundament

  • KW 22-KW 38: Bau der Kabeltrasse, Montage der Turmteile, Errichtung der Windenergieanlagen

  • KW 39: Inbetriebnahme des Windparks

Windpark im Gebiet der Stadt Lebach

Jede bauliche Errichtung stellt immer einen Eingriff in die Natur und Landschaft dar. Es ist uns daher besonders an Waldstandorten wichtig, mit großer Sorgfalt vorzugehen und entsprechend sensibel mit der Tier und Pflanzenwelt umzugehen.

Wofür wird die derzeitige Fläche genutzt? Ist die derzeitige Nutzung mit den Windanlagen kombinierbar?

Derzeit wird das Gebiet, auf dem der Windpark errichtet wird, sowohl forstwirtschaftlich als auch zur Wildjagd genutzt. Dieses wird auch nach dem Bau des Windparks weiterhin möglich sein.

Sind die Windverhältnisse dort gut?

Die durch zwei unabhängige Ertragsgutachten ermittelten Windverhältnisse ermöglichen einen wirtschaftlichen Betrieb des Windparks

Warum ist der Bau eines Windparks dort sinnvoll?

Das Gebiet ist eine ausgewiesene Konzentrationszone für Windenergie. Ebenfalls wurde eine Umweltverträglichkeit im Zuge des Genehmigungsverfahrens nach BImSchG (Bundes-Immissionsschutzgesetzt) nachgewiesen.

Was wird getan, um den Eingriff möglichst gering zu halten? 

Es wird eine waldoptimierte Flächeninanspruchnahme stattfinden wie z.B die Errichtung der Anlagen mit jeweiliger Einzelblattmontage. Ebenso werden temporär genutzte Flächen unmittelbare wieder aufgeforstet.

Weitere Ausgleichmaßnahmen in unmittelbarer Umgebung

  • Erstaufforstung dauerhaft genutzter Waldflächen im Verhältnis 1:1
  • Umwandlung von Fichtenforst in Laubmischwald als forstrechtlicher Ausgleich
  • Ausgleich der Landschaftsbildbeeinträchtigung im "Pfaffenbesch" und  „Großwald“
  • Habitatsverbesserung auf 10.000 m² im Rahmen der forstwirtschaftlichen Waldbewirtschaftung für Fledermäuse und Wildkatzen

Unsere Ausgleichmaßnahmen direkt im Spechenwald

  • Wiederaufforstung temporär gerodeter Flächen
  • Sicherung und Erhöhung des Quartierangebots für alle Waldfledermausarten durch Anbringen von Fledermauskästen
  • Entwicklung von Alt- und Totholzbeständen für Schwarz-/Grünspecht, sonstiger Höhlenbrüter und der Wildkatze
  • Biotopbaumsicherung zur Neuschaffung und Verbesserung von Jagdhabitaten von Fledermäusen

Testimonial Film

Unser Windpark Obernwohlde in Schleswig-Holstein.
Nach oben