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Windpark Eberbach

Ein Projekt von BayWa r.e.

Der geplante Windpark liegt südlich der Stadt Eberbach auf dem Gewann „Hebert“ im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg und soll bis zu fünf Windenergieanlagen (WEA) umfassen. Die auf einer bewaldeten Anhöhe gelegene Vorhabenfläche befindet sich im Eigentum der Stadt Eberbach.

Der dichteste Abstand einer Windenergieanlage zur Ortschaft Neckarwimmersbach beträgt 1.150 m. Bis zur Ortschaft Rockenau beträgt der geringste Abstand 1.300 m, 1.450 m bis Lindach und 1.600 m bis Allemühl. Das Land Baden-Württemberg sieht Mindestabstände von 700 Metern zu Wohngebieten vor. Mit den in Eberbach geplanten deutlich darüber liegenden Abständen ab 1.150 m können negative Auswirkungen ausgeschlossen werden.

Übersichtskarte / Planungsfläche

Weitere Informationen zum Windpark Eberbach

  • Planung und Genehmigung

    Im Falle eines positiven Bürgerentscheids wird BayWa r.e. umgehend mit den nötigen Untersuchungen für den Genehmigungsantrag nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) beginnen. Dazu gehört eine einjährige Windmessung für Wirtschaftlichkeit und Standsicherheit. Darüber hinaus prüfen unabhängige Gutachter Umwelt- und Artenschutzbelange und legen Kompensationsmaßnahmen fest. Bereits im Vorfeld des Bürgerentscheids wurden umfangreiche Schall- und Schattenwurfprognosen erstellt.

    Nach Einreichung des Genehmigungsantrags nach BImSchG werden alle Fachbehörden und Träger öffentlicher Belange einbezogen, einschließlich einer öffentlichen Anhörung, um Einwände zu ermöglichen. 

  • Schallemissionen

    Grundlage für die Zulässigkeit von Schallpegeln ist für Windenergieanlagen die sogenannte „Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm“, kurz TA-Lärm. Die TA-Lärm definiert je nach Gebiet einen bestimmten Lautstärkepegel (Immissionsrichtwert), der am Tag und in der Nacht nicht überschritten werden darf.

    Die Einhaltung der jeweiligen Immissionsrichtwerte wurde durch unabhängige Schallgutachten bestätigt. Um die Auswirkungen gering zu halten, werden die Windenergieanlagen nachts in einem schallreduzierten Modus betrieben. Nach Inbetriebnahme findet eine erneute Schallmessung statt, sodass die zuvor erstellten Prognosen auch nochmals real überprüft werden. Negative Auswirkungen können somit ausgeschlossen werden.

    Schallemissionen im Vergleich

  • Schattenwurf

    Für Windenergieanlagen gelten strenge Grenzwerte für Schattenwurf. An einem Immissionsort (Wohnhaus) dürfen

    • täglich nicht mehr als 30 Minuten und
    • jährlich nicht mehr als 30 Stunden

    Schattenwurf entstehen.

    Wird einer dieser Grenzwerte erreicht, schaltet die WEA automatisch ab. 

  • Mehrwerte für Bürger und Region

    Bürgerbeteiligung 

    Für das Projekt in Eberbach ist geplant, dass Nachbarn des Windparks finanziell davon profitieren sollen. Durch die Beteiligung an einer Schwarmfinanzierung erhalten Sie für Ihr Kapital eine attraktive, feste Verzinsung für eine festgelegte Laufzeit. 

     

    Regionaler Bürgerstrom 

    Unser Ziel ist es, dass alle von der Energiewende profitieren, insbesondere alle Bürger und Bürgerinnen, die in der Nähe eines Windparks wohnen. Daher planen wir ab Inbetriebnahme des Windparks Eberbach, allen Privathaushalten in Eberbach, Schönbrunn, Neunkirchen, Zwingenberg, Waldbrunn, Schwarzach und Hirschhorn günstigen Ökostrom anzubieten – und das garantiert günstiger als der örtliche Grundversorgertarif. Der von uns gelieferte EEG-Strom stammt hierbei nachweislich aus dem Windpark Eberbach. 

Umfrage zur Interessensbekundung

Wir möchten Sie einladen, sich aktiv einzubringen und an unserer Umfrage „lokale Mehrwerte“ teilzunehmen. Welche Maßnahmen sind aus Ihrer Sicht am sinnvollsten? Oder vielleicht haben Sie weitere Ideen und Anregungen für uns?

Sichtbarkeit des Windparks 

Ein erster Eindruck von der optischen Wirkung an ausgewählten Standorten lässt sich durch unsere Visualisierungen erzielen:

Häufig gestellte Fragen zum Windpark Eberbach

  • Wofür wird die Fläche derzeit genutzt? Kann die aktuelle Nutzung mit den Windenergieanlagen kombiniert werden?

    Die Flächen, auf denen die fünf Windkraftanlagen errichtet werden sollen, werden derzeit forstwirtschaftlich genutzt. Diese Nutzung wird auch nach dem Bau des Windparks weiterhin möglich sein, lediglich ein kleiner Teil der Flächen wird für die Fundamente und Kranstellflächen aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen.

  • Wie sind die Windverhältnisse am Standort Eberbach?

    In Baden-Württemberg ist die sogenannte Windleistungsdichte von der Landesregierung als entscheidender Faktor für das Windpotenzial festgelegt. Damit ein Standort für die Windenergie als geeignet gilt, soll eine Windleistungsdichte von mindestens 215 W/m² erfüllt sein. Wir gehen davon aus, dass am Standort „Hebert“ eine Windleistungsdichte von etwa 280-310 W/m² herrscht.

    Die Kenntnisse über die Windverhältnisse am Standort Eberbach beruhen auf:

    • dem aktuellen Windatlas Baden-Württemberg
    • überregionalen Windstatistiken der örtlichen Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD)
    • Betriebsdaten von bestehenden Windenergieanlagen in der Nähe des Standortes
    • Berechnungen durch die Fachabteilung der BayWa r.e. Wind GmbH
    • Um Gewissheit über die Windverhältnisse vor Ort zu erhalten, ist im Falle eines positiven Bürgerentscheids geplant, unverzüglich eine einjährige Windmessung durchzuführen.
  • Warum ist der Bau eines Windparks an diesem Standort sinnvoll?

    Das Planungsgebiet bietet wichtige Voraussetzungen für den Bau von Windenergieanlagen, wie die bereits vorhandene Infrastruktur innerhalb des Windparks, die vereinbarte Nutzung mit den forstwirtschaftlichen Flächen und die Abstände zu Wohnbebauungen. Generell werden am Standort Eberbach alle gängigen Abstandsvorgaben und Kriterien für die Windenergienutzung erfüllt, weshalb eine Ausweisung als Konzentrationszone für Windenergie möglich ist. Somit wäre es möglich, in Zukunft direkt vor Ort grünen Strom zu produzieren und die Energiewende weiter voranzutreiben.

  • Was wird getan, um den Eingriff vor Ort möglichst gering zu halten?

    Die Zufahrt erfolgt über bestehende Wirtschaftswege, die lediglich geringfügig ausgebaut werden müssen. Die Kranstellflächen werden optimiert und die baulichen Maßnahmen auf das notwendige Ausmaß angepasst. Die Kabeltrasse führt zumeist in Banketten von bestehenden Wegen, sodass hier weitere Eingriffe in den Boden deutlich verringert werden können.

    Eine Umweltbaubegleitung kontrolliert den Bau und stellt sicher, dass die naturschutzrechtlichen Auflagen eingehalten und die baulichen Maßnahmen auf ein Minimum begrenzt werden. Ein Großteil der Bauflächen wird lediglich temporär für die Bauphase errichtet und nach vollständiger Errichtung der Windenergieanlagen wieder zurückgebaut und renaturiert. Auch die großen Kurvenradien, die für die Transporte der langen Rotorblätter erforderlich sind, werden nach vollständiger Errichtung der Windenergieanlagen wieder entfernt und aufgeforstet. Für die Betriebsphase reicht eine einfache Zuwegung, sodass Servicefahrzeuge die Windenergieanlagen erreichen können.

  • Was ist mit „bedarfsgesteuerter Nachtkennzeichnung“ gemeint?

    Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung bedeutet, dass die Nachtkennzeichnung/Beleuchtung (nächtliches rotes Blinken der Anlage) einer Windenergieanlage nur für die Dauer des An- und Überfluges eines Flugzeuges eingeschaltet wird. Der Windpark kommuniziert über Transpondertechnik mit Flugobjekten und schaltet die Nachtkennzeichnung ein, sobald Flugverkehr erkannt wird. Zu allen anderen Zeiten bleibt die Beleuchtung ausgeschaltet, wodurch die nächtlichen Lichtquellen eines Windparks auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Für anspruchsvolle Situationen benötigt man Expertise. Wie hier während eines Rotorblatttransports mit Selbstfahrer zum Windpark Langenbrander Höhe.
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