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Windpark Vorbeck-Kambs

Ein Projekt von BayWa r.e.

Windpark Vorbeck-Kambs

BayWa r.e. hat im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) im Jahre 2019 den Zuschlag zur Nutzung einer Fläche in der Gemeinde Vorbeck für Windenergie erhalten, die sich in Mitten des Bestandswindparks befindet. Zum Ende des Jahres 2021 wurde der Genehmigungsantrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) bei der zuständigen Behörde in Rostock eingereicht. Im Windpark Vorbeck-Kambs sollen drei Windenergieanlagen des Typs Nordex N149/5.X mit einer Nabenhöhe von 125,40 m und einer Nennleistung von je 5,7 MW errichtet werden. Die Gesamthöhe der einzelnen Windenergieanlagen beträgt 199,9 m. 

Baufortschritt Windpark Vorbeck-Kambs

Der Standort des geplanten Windparks Vorbeck-Kambs befindet sich im Land Mecklenburg-Vorpommern, im Landkreis Rostock in der Gemeinde Vorbeck. Er liegt ca. 24 km südlich der Stadt Rostock zwischen den Ortschaften Schwaan und Bützow, nördlich der Landstraße L 133 und östlich der Landstraße L131.

Die geplanten Windenergieanlagen werden ausschließlich auf landwirtschaftlich genutzten Flächen errichtet.

Über die nahe gelegene Autobahn A20 sowie bereits bestehende Straßen, soll die verkehrsmäßige Anbindung an den Windpark erfolgen. Der Wegeausbau des Bestandwindparks kann mitgenutzt werden, um den Flächenverbrauch so gering wie möglich zu halten.

  • Planung und Genehmigung

    Nach einer ausgiebigen und detaillierten Planungsphase wurde im Dezember 2021 der Genehmigungsantrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU) in Rostock eingereicht.

    Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens nach BImSchG werden alle betroffenen Fachbehörden sowie Träger öffentlicher Belange beteiligt. Dieses Verfahren schließt zudem eine Öffentlichkeitsbeteiligung mit ein.

    Als elementarer Bestandteil der Planung wurden sämtliche umwelt- und artenschutzrechtlichen Belange durch unabhängige externe Gutachter untersucht sowie Kompensationsmaßnahmen zugunsten des Landschaftsbildes und des Artenschutzes aufgezeigt. Seit 2019 sind naturschutzfachliche Untersuchungen beauftragt. 

    Weiterhin wurden umfassende externe Schall- und Schattenwurfprognosen erstellt, um die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte für Schall- und Schattenemissionen an allen relevanten Immissionsorten in der Umgebung sicherzustellen.

    Das Projekt wird von unserem Regionalbüro in Hamburg betreut. Projektleiter ist Herr Tobias Jung.

    Übersichtskarte

  • Zeitplan

    Der Zeitplan ist von vielen Faktoren abhängig, zum Beispiel von der Dauer des Genehmigungsverfahrens oder der Bauzeit. Unser Ziel ist es, den Windpark Vorbeck-Kambs so schnell und sorgfältig wie möglich zu realisieren, um eine zeitnahe Einspeisung von grünem Strom ins lokale Netz zu ermöglichen. Zum jetzigen Planungsstand gehen wir davon aus, dass die Genehmigung für den Windpark Vorbeck-Kambs im dritten Quartal 2023 erteilt werden könnte.

    Nach Erteilung der Genehmigung ist der Baubeginn der Anlagen für das Ende des zweiten Quartals 2024 vorgesehen. Vorab wird bereits mit dem Wegebau und weiterführender Infrastruktur begonnen.

Ihre Fragen zum Windpark Vorbeck-Kambs

Jede bauliche Errichtung stellt eine Veränderung der Natur und Landschaft dar. Es ist uns daher besonders wichtig, entsprechend sensibel und mit großer Sorgfalt mit der Tier- und Pflanzenwelt umzugehen. Wir haben die häufigsten Fragen aus der Gemeinde zusammengestellt und beantworten sie Ihnen hier:

  • Wofür wird die derzeitige Fläche genutzt? Ist die derzeitige Nutzung mit den Windenergieanlagen kombinierbar?

    Der geplante Windpark Vorbeck-Kambs liegt innerhalb des Vorranggebietes für Windenergie, in welchem sich bereits ein Bestandswindpark mit 14 Windenergieanlagen befindet.

    Derzeit werden die Flächen in diesem Gebiet landwirtschaftlich genutzt. Diese Nutzung wird auch nach dem Bau des Windparks weiterhin möglich sein. Lediglich ein kleiner Teil der Agrarflächen wird für das Fundament und die Kranstellfläche versiegelt.

  • Sind die Windverhältnisse dort gut?

    Durch die neueste Windenergietechnologie und die effektiven Rotorblätter können mittlerweile auch Windenergieanlagen an Standorten mit mittelmäßigen Windverhältnissen wirtschaftlich betrieben werden und so zur Energiewende beitragen. In Vorbeck-Kambs sind gute Windverhältnisse prognostiziert.

  • Warum ist der Bau eines Windparks dort sinnvoll?

    Das Planungsgebiet bietet wichtige Voraussetzungen für den Bau von Windenergieanlagen, wie die bereits vorhandene Infrastruktur innerhalb des Windparks, die  Vereinbarkeit der Flächennutzung mit der Landwirtschaft und die Abstände zu Wohnbebauungen. Generell werden alle gängigen Abstandsvorgaben und Kriterien für Windenergienutzung eingehalten, weswegen die Fläche im Regionalplan als Vorranggebiet für Windenergie ausgewiesen ist.

    Kartierungen haben ebenfalls gezeigt, dass eine mit dem Naturschutz verträgliche Windenergienutzung möglich ist. Somit ist der Bau eines Windparks dort sinnvoll und grüner Strom wird im Sinne der Energiewende direkt vor Ort produziert.

  • Was wird getan, um den Eingriff möglichst gering zu halten?

    Die Zufahrt erfolgt über bestehende Wirtschaftswege, die lediglich geringfügig ausgebaut werden müssen. Die Kranstellflächen wurden optimiert und die baulichen Maßnahmen auf das notwendige Ausmaß angepasst. Die Kabeltrasse führt zumeist in Banketten von bestehenden Wegen und am Rand der Flurstücke, sodass hier weitere Eingriffe in den Boden deutlich verringert werden können.

    Eine Umweltbaubegleitung wird den Bau kontrollieren und sicherstellen, dass die naturschutzrechtlichen Auflagen eingehalten und die baulichen Maßnahmen naturschonend durchgeführt werden. Ein Großteil der Bauflächen wird lediglich temporär für die Bauphase errichtet und nach vollständiger Errichtung der Windenergieanlagen wieder zurückgebaut. Auch die großen Kurvenradien, die für die Transporte der langen Rotorblätter erforderlich sind, werden nach vollständiger Errichtung der Windenergieanlagen wieder entfernt. Für die Betriebsphase reicht eine einfache Zuwegung, sodass Servicefahrzeuge die Windenergieanlagen erreichen können.

  • Ausgleichmaßnahmen in unmittelbarer Umgebung

    Wir sprechen nicht nur über regionale Wertschöpfung, sondern setzen diese ganz konkret vor Ort um. Es ist uns in jedem Projekt ein besonderes Anliegen, dass die Bürgerinnen und Bürger   vor Ort sowie die lokale Wirtschaft teilhaben und von dem Projekt profitieren können. Sei es in Form einer finanziellen Beteiligung am Windpark, regionalen Stromtarifen oder sonstigen Mehrwerten für die Region. Wir möchten, dass ländliche Strukturen erhalten bleiben, gestärkt werden und nicht dadurch gefährdet werden, dass nur einige wenige vom Windpark profitieren. Über die jeweiligen Beteiligungsmöglichkeiten – die abhängig von der Entwicklung des Projektes ist – werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

    Darüber hinaus versuchen wir alle Bauarbeiten und Dienstleistungen durch Unternehmen aus der Region durchführen zu lassen.

Auswirkungen vor Ort

  • Schallemissionen

    Grundlage für die Zulässigkeit von Schallpegeln ist für Windenergieanlagen die sogenannte „Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm“, kurz TA-Lärm. Die TA-Lärm definiert je nach Gebiet einen bestimmten Lautstärkepegel (Immissionsrichtwert), der am Tag und in der Nacht nicht überschritten werden darf.
    Die Einhaltung der jeweiligen Immissionsrichtwerte wurde durch unabhängige Gutachter geprüft.

  • Schattenwurf

    Für Windenergieanlagen gelten strenge Grenzwerte für den Schattenwurf. An einem Immissionsort (Wohnhaus) dürfen

    • täglich nicht mehr als 30 Minuten und
    • jährlich nicht mehr als 30 Stunden

    Schattenwurf entstehen.

    Wird einer dieser Grenzwerte erreicht, schaltet die WEA automatisch ab.

  • Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung

    Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung bedeutet, dass die Befeuerung einer Windenergieanlage lediglich angeschaltet wird, wenn sich ein Flugzeug dem Windpark nähert.

    Ab 2023 ist der Einsatz der bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung verpflichtend. Für den Windpark Vorbeck-Kambs ist ein entsprechendes System vorgesehen, um so die Lichtimmissionen auf ein Minimum zu verringern.

Windenergie in Mecklenburg-Vorpommern

Die Windenergiebranche hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Bis 2016 entstanden im Nordosten Deutschlands knapp 15.000 Arbeitsplätze in der Erneuerbare-Energien-Branche. Mehr als die Hälfte davon dient im direkten Zusammenhang dem Ausbau der Windenergie. Somit schafft die Branche ein weiteres wichtiges Standbein, um das Land für Menschen und Unternehmen noch attraktiver zu machen. Mit einem Windenergie-Anteil von über 40 Prozent am Bruttostromverbrauch, platziert sich Mecklenburg-Vorpommern in der Spitzengruppe der deutschen Bundesländer. 

Mit etwa 2.000 Kilometer Küstenlänge hat das Bundesland hervorragende Windverhältnisse für On- und Offshore-Anlagen. Die installierte Leistung der aktuell 1.965 Windenergieanlagen ist bis zum Jahresende 2020 auf 3.573  Megawatt gestiegen. Knapp die Hälfte der aktuellen Anlagen sind älter als zehn Jahre, sodass der Austausch gegen neue, effizientere und leistungsstärkere Anlagen die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern voranbringen kann. Mehr erfahren

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